Leben eines Detektivs

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Leben eines Detektivs

Auf meinem Schreibtisch türmten sich die Rechnungen. Es war ein Fehler
gewesen, in dieses Büro zu gehen. Es war sehr Schicki-Micki, und viel zu
teuer. Ich hatte mir mehr davon versprochen, Aufträge von einer besseren
Klientel.

Und ich wollte diese Überwachung von Ehemännern loswerden, denn das war
fast ausschließlich mein täglich Brot gewesen. Im Auto stundenlang vor
einer Wohnung zu sitzen war nicht unbedingt das, was ich mir als
Detektiv erträumt hatte.

Meine Sekretärin war ich mittlerweile los, weil ich mir das Gehalt nicht
mehr leisten konnte. Statt dessen jobbte eine Jura Studentin bei mir.
Und selbst das war eigentlich zu teuer.

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Aber da tauchte auf einmal diese Frau bei mir auf. Schon ihr Äußeres
zeigte viel Klasse. Ich kannte mich in bei den großen Labels nicht aus,
aber ihr dezentes Kostüm musste sehr viel gekostet haben. Es gibt nur
wenige Kleidungsstücke, die diese Aura verbreiten, und alle sind für
normale Menschen nicht erschwinglich.

Mein Blick ging zu ihren Füßen, die ihn zu dem Kostüm genau passenden
Pumps mit einem relativ hohen Absatz steckten. Vermutlich hätte ich für
den Gegenwert allein dieser Schuhe die meisten meiner Rechnungen
bezahlen können.

Und ihre Beine sahen einfach toll aus, wie sie in einer perfekt
graziösen Bewegung übereinandergeschlagen wurden. Selbst als sie nun
ruhig da saß, hatte ich Schwierigkeiten, meine Augen abzuwenden. Dabei
lag das Reizvollste höher, aber da traute ich mich nicht hinzusehen.

Also richtete ich meine Aufmerksamkeit auf ihr Gesicht. Ein überaus
reizvolles Gesicht. Klassisch schön und kaum merklich geschminkt. Ich
war mir sicher, dass sie sich geschminkt hatte, aber man sah es nicht,
abgesehen von etwas Maskara und einem zarten Lidstrich. Und das sah ich
auch nur, weil ich durch meine letzte Freundin davon wusste. Sie hatte
sich auch sehr gut geschminkt, aber an diese Klasse kam sie nicht heran.

Ich riss mich zusammen und hörte ihrer Schilderung zu.

„… ich kann die Polizei nicht einschalten. Dabei würden eventuell
unangenehme Details an die Öffentlichkeit kommen.“

Bis jetzt wusste ich nicht mehr, als das ihr Vater verschwunden war.
„Und was genau ist das Problem?“

Zum ersten Mal verlor sie etwas von ihrer Selbstsicherheit. „Das – äh –
ist sehr persönlich.“

„Gute Frau-“ Kaum hatte ich es gesagt, hätte ich mich für die Worte
ohrfeigen können. Aber ich schaffte es, ohne große Verzögerung
fortzufahren. „Ich kann ihnen nicht helfen, wenn ich nicht darüber
informiert bin. Nach dem, was ich bis jetzt weiß-“ und das war vor allem
das sie richtig viel Geld hatte „-möchte ich Ihnen gerne helfen. Aber
ohne detaillierte Informationen geht das nicht. Dann sollten Sie besser
zur Polizei gehen.“

Ich merkte, wie sie mit sich rang. Schließlich antwortete sie, „Seit
meine Mutter gestorben ist, begann mein Vater langsam etwas merkwürdig
zu werden…“

Ich sagte nichts, als sie pausierte, sondern sah sie nur auffordernd an.

„Ich… ich habe Magazine bei ihm gefunden. Er scheint einen etwas – äh
– außergewöhnlichen Geschmack entwickelt zu haben.“

„Was meinen Sie? Sex-Magazine?“

„Wenn es nur das wäre. Das würde ich noch verstehen. Moment, ich habe
eines mitgebracht.“

Sie griff in ihre Tasche und holte ein Hochglanzmagazin hervor. Wie
alles andere sah auch das extrem teuer aus, selbst ohne das ich Details
erkennen konnte.

Es war ein Fetisch Magazin. Man sah sexy Frauen in extremen Outfits, aus
Lack, Leder und Latex. Und es wurden Dominas gezeigt mit dem, was
Dominas so tun: Männer mit Peitschen und ähnlichem traktieren. Dabei
hatten die Männer nicht weniger extreme Outfits an und waren oft genug
in irgendeiner Form von Bondage.

Nun gönnte ich wirklich jedem seinen Lebensstil, aber das war nichts für
mich. Ich mochte es beim Sex zu experimentieren, aber das war mir nun
doch zu extrem. Ich konnte nicht verstehen, was daran toll sein sollte,
sich fesseln zu lassen und dann den Hintern versohlt zu bekommen.

Ich versuchte meinen Gesichtsausdruck so neutral wie möglich zu halten,
als ich ihr das Magazin zurückgab. „Und was hat das nun mit Ihrem Vater
zu tun?“

„Er hatte Kontakte mit einer dieser Frauen, mit so einer Domina.“ Es
fiel ihr wirklich schwer das zu erzählen. „Jasmin heißt sie. Ich weiß
leider nicht viel mehr, vermute aber, dass er bei ihr ist.“

„Sie verstehen aber, dass ich, wenn er das aus freiem Willen macht,
nichts daran tun kann? Außer Ihnen die Information zu geben, natürlich.“

„Das verstehe ich. Mir reicht es auch, zu wissen, wo er ist. Und das es
ihm gut geht….“

„Ja?“

„Ich möchte natürlich nicht, dass etwas davon bekannt wird. Wenn Sie ihn
gefunden haben, dann müssten wir das auf geeignete Weise sicherstellen.“

Sie sagte es genau so, wie ich es von ihr erwartet hatte. Sie wollte nur
ein bestimmtes Ergebnis haben, wie war völlig egal. Und wenn etwas
Ungesetzliches dabei war, wollte sie einfach davon nichts wissen. Wie
etwa geeignete Drohungen, um ein Schweigen sicherzustellen. Oder auch
nur eine entsprechende Summe Geld; in ihren Kreisen sicherlich das
Mittel der Wahl.

„Ich nehme ihren Auftrag an“, sagte ich absichtlich formell. „Aber ich
brauche weitere Informationen. Kann ich seine Wohnung sehen?“ Ich schob
ihr dabei das Standard-Auftragsformular zum Unterschreiben hin.

Sie nickte und unterschrieb. Ich fand es äußerst angenehm, dass es
keinerlei Diskussion über das Geld gab. Bald würde ich erst einmal
saniert sein.

##

Am nächsten Tag fuhr ich wie vereinbart zu ihrer Villa. Zum ersten Mal
erschien mir mein Auto völlig unangemessen.

Ein Butler öffnete mir die Tür und führte mich in einem etwas steif
eingerichteten Raum, anscheinend speziell für Besucher. Es dauerte nicht
lange und meine Klientin kam zu mir. Nach der Begrüßung sagte sie, „Ich
habe leider nicht viel Zeit. Mein Butler wird sie zu den Räumen meines
Vaters führen. Sie können sich dort in Ruhe umsehen. Wenn sie fertig
sind, rufen Sie ihn einfach hiermit.“ Damit gab sie mir ein winzig
kleines Teil mit einem einzigen Knopf darauf. So etwas wie eine
Fernbedienung.

So etwas brauchte ich für zuhause. Einen ferngesteuerten Butler.

Kurz darauf war ich ein den Zimmern ihres Vaters. Eigentlich eine eigene
kleine Wohnung, obwohl ich bezweifelte, dass die Küche jemals benutzt
wurde. Der Butler verließ mich und ich begann mich umzusehen.

Alles war penibel sauber und aufgeräumt. Ich bezweifelte, dass ich hier
etwas finden würde. Trotzdem ließ ich nichts unversucht. Nachdem ich
mich umgesehen hatte, erschien mir der Schreibtisch am Interessantesten.

Alles war unverschlossen. Warum auch nicht, es war nichts außer
gewöhnlichem Büromaterial darin. Stifte würde hier wohl keiner klauen.

Wichtige Unterlagen waren garantiert in einem Safe, von dem absolut
nichts zu sehen war. Aber es gab nicht einmal ein Magazin oder ein
Werbeprospekt.

Auch sonst fand sich nichts, auch nicht in seinem Schlafzimmer. Alles
war wie in einem frisch aufgeräumten Hotelzimmer. Sehr edel, alles vom
Feinsten, aber ich hätte mich hier nicht wohlgefühlt. Vielleicht trieb
ihn das zu etwas außergewöhnlichen Dingen. Als extreme Kompensation
quasi.

Aber sollte es nicht einen kleinen Hinweis darauf geben, bevor er zu
einer Domina ging? So etwas entwickelt sich doch nicht abrupt. Oder
hatte er schon früher ein Doppelleben geführt?

Auch eine Stunde später war ich nicht weiter gekommen. Schließlich
drückte ich den Knopf auf der Fernbedienung. Kurz darauf kam der Butler.

Trotz des Butler-typischen Benehmens war irgendetwas nicht so, wie es
sein sollte. Ich fragte ihn, „Kann ich Sie etwas fragen?“

„Sicher.“

„Ich bin Detektiv, das wissen Sie?“

Er nickte.

„Ich suche nach Hinweisen für das Verschwinden, aber ich finde nichts.
Sie räumen zu gut auf.“

Das brachte ein leises Lächeln auf sein Gesicht.

„Kamen Sie gut mit ihm aus? Und bitte geben Sie mir jetzt nicht die
Standard Antwort eines guten Butlers. Ich brauche Hinweise!“

„Er war immer gut und freundlich zu mir.“

Irgendetwas störte mich an der Art und Weise, in der er es sagte. „Es
gab also ein Problem“, stellte ich fest.

Verblüfft schaute er mich an. „Wie kommen sie darauf?“

„Ich bin nicht ohne Grund Detektiv. Ich könnte meinen Job nicht machen,
würde ich so etwas nicht bemerken.“ Das war einfach mal auf den Busch
geklopft.

Er wirkte verwirrt. Augenscheinlich machte es ihm zu schaffen, dass er
mit seiner normalen Maske nicht weiterkam.

Ich fragte ihn, „Er hat sich verändert, nicht wahr?“

Er wollte etwas sagen, nickte aber nur.

„Sie haben seine, äh… ungewöhnlichen Vorlieben mitbekommen?“

„Sie wissen davon?“

Diesmal nickte ich.

„Nun, wenn Sie es sowieso wissen… Ja, er hat sich wirklich verändert.
Seine Vorlieben wurden immer seltsamer.“

„Hat er Besuch bekommen? Etwa von Frauen?“

Mit einem merkwürdigen Gesichtsausdruck verneinte er.

„Gar keinen Besuch? Das ist aber sehr ungewöhnlich.“

„Doch, normalen Besuch bekam er schon, aber nicht, was Sie meinen.“

„Und was meine ich?“

„Etwas – Außergewöhnliches. Eine ungewöhnlich aussehende Frau etwa.“

Ich nickte bestätigend und auffordernd.

„Sie müssen wissen, dass ich schon seit Jahrzehnten hier arbeite. Es war
immer eine gute Arbeit. Ich habe es so gut gemacht, wie ich konnte. Aber
dann… veränderte er sich einige Zeit nach dem Tod seiner Frau. Er
wollte auf einmal nicht mehr, dass ich bestimmte Sachen machte. Etwa
Staubwischen. Obwohl ich das nicht persönlich machte, dafür ist das
Mädchen da, kam es mir sehr merkwürdig vor. Obwohl niemand bei ihm Staub
wischte, war alles sauber.“

Ich nickte ihm wieder auffordernd zu. Das versprach interessant zu
werden.

Schließlich fuhr er fort. „Dann sah ich ihn einmal durch Zufall…“

„Und?“ fragte ich gespannt.

Er machte wieder eine Pause. „Ich möchte nicht darüber reden. Ich lasse
Ihnen die Sachen zukommen; es ist besser, wenn sie aus dem Haus sind.“

Und dabei blieb es. Mehr war aus ihm nicht heraus zu bekommen.

##

Zwei Tage später wurden mir mehrere große Kartons geliefert. Ich war
versucht, gleich einen Blick hineinzuwerfen, fand aber dann doch das
Büro nicht geeignet dafür. Zu schnell konnte jemand etwas mitbekommen,
und das würde das Aus für meinen lukrativen Auftrag bedeuten.

So räumte ich alles in mein nicht elegantes, aber dafür geräumiges Auto.
Und zuhause in meine kleine Wohnung, die meine finanziellen Verhältnisse
wiederspiegelte.

Zuerst machte ich den schwersten Karton auf. Darin befand sich eine Art
Maschine, deren Zweck ich nicht deuten konnte. Ein großer schwerer Motor
war daran, und so etwas wie eine Seilwinde. Die wenigen Piktogramme an
den Bedienungselementen ergaben keinen Aufschluss. So etwas hatte ich
noch nicht gesehen.

Ich öffnete den nächsten Karton. Ordentlich gepackt sah ich auf
glänzendes Satin, Rüschen und Spitze. Stück für Stück packte ich
exquisite feminine Unterwäsche aus. Seidenstrümpfe, Slips und
dergleichen mehr. Für vieles wusste ich nicht einmal den Namen. Aber
alles strömte diese Aura feinster Qualität aus. Besonders auffällig
waren die Korsetts, die es in mehreren Farben und Formen gab. So etwas
hatte ich bis jetzt nur in einer Zeitschrift gesehen. Es tatsächlich in
der Hand zu halten war etwas Besonderes.

In der nächsten Kiste fand ich den Hauptgrund für des Butlers Abneigung:
Mehrere Dienstmädchenkostüme. Spätestens damit war klar, dass das
keineswegs für eine Angestellte war. Ich nahm eines der Kleider. Ja, das
war für ein etwas kräftigeres Mädchen. Ich hatte nur ein Bild von ihm
gesehen, aber ich war nicht abgeneigt zu glauben, dass es ihm passen
könnte.

Das Kostüm war aus glänzendem Satin und aufwendig gearbeitet. Die Taille
schien sehr klein zu sein. Der Rock war kurz und weit, um Platz für
einen Petticoat zu haben. Am Saum war Spitze, wie auch an den
Puffärmeln. Der Stoff fühlte sich unglaublich glatt in der Hand an.
Meine Hand zuckte zurück, als ob ich etwas Verbotenes angefasst hätte.

In dem letzten Karton fand sich Zubehör: Schuhe, Petticoats,
Spitzenhauben und andere Kleinteile. Eine Perücke und Kosmetika.

Wusste die Tochter davon? Ich konnte mir gut vorstellen, dass das nicht
der Fall war. Nur der Butler hat es versehentlich mitbekommen, und war
dann wohl regelmäßig damit konfrontiert worden.

So konservativ wie der Butler war, dürfte er nicht wenige Probleme damit
gehabt haben. Seinen Chef als Dienstmädchen vor sich zu sehen – nein,
das konnte selbst ich mir nicht vorstellen.

Obwohl – das Kostüm sah sexy aus. Ich hätte mir gerne ein Bild davon
gemacht. Wie sah ein Mann in so etwas aus, mit korsettierter Taille und
den Schuhen mit den sehr hohen Absätzen? Lächerlich? Ich konnte es mir
kaum anders vorstellen. Nun, ich würde es wohl nie erfahren.

##

Normalerweise träumte ich nicht. Beziehungsweise konnte ich mich nicht
an meine Träume erinnern. Aber diese Nacht war es anders. Als ich
aufwachte, hatte ich ein überaus klares Bild in meinem Kopf: Ich war am
Staubwischen in der Villa – in dem Dienstmädchenkostüm.

Ich bekam eine Gänsehaut. Wieso erinnerte ich mich ausgerechnet an so
einen Traum? Und warum hatte ich das Kostüm an, das ich im richtigen
Leben nie tragen würde?

Während des kurzen Frühstücks konnte ich an nichts anderes denken. Ich
war froh, als mich die Fahrt zum Büro ablenkte.

Nachdem ich dort die Post durchgesehen hatte – höchst unerquicklich –
dachte ich über meinen aktuellen Fall nach. Ich hatte außer dem Kostüm
nichts in Händen. Ich brauchte dringend mehr Informationen.

Ich rief bei meiner Klientin an. Der Butler meldete sich und teilte mir
mit, dass sie nicht da sei und er ihr eine Nachricht geben würde. Dann
fragte er, „Haben Sie die Pakete bekommen?“

„Ja, aber der Inhalt bringt mich erst einmal nicht weiter.“

„Ich habe einige Zeit überlegt, ob ich ihnen das sagen soll. Aber ich
muss meiner Herrschaft helfen, und es geht wohl nur so.“

Zu sagen, dass das meine Neugier weckte, wäre stark untertrieben.

„Es gibt einen Raum, der sehr gut abgesichert ist. Früher gab es einen
Schlüssel und Zahlencode, aber das war ihm zu unsicher. Da hatte ich die
Idee mit der optischen Erkennung. In unserem Supermarkt erkennt die
Waage das aufgelegte Obst mit einer kleinen Kamera.“

„Und er installierte so ein System? Eine Gesichtserkennung?“

„Ja, obwohl er keine Gesichtserkennung benutzte. Es erschien ihm zu
unsicher, und er wollte auch erkannt werden, wenn er geschminkt war.“
Seine Stimme zeigte deutlich seine Abneigung, obwohl er versuchte,
neutral zu sein.

„Und…?“ fragte ich ungeduldig in die Pause.

„Es reagiert nur auf Dienstmädchen. Männliche Dienstmädchen, um genau zu
sein. Er war sich sicher, dass kein Einbrecher jemals so aussehen
würde.“

Und damit hatte er wohl recht. Wer zog schon freiwillig so ein Kostüm
an? Außer ihm natürlich. Damit war es der perfekte „Schlüssel“.

„Gibt es keine andere Möglichkeit, in den Raum zu kommen?“

„Nein.“

„Weiß noch jemand von der Leidenschaft ihres Chefs?“

„Nein.“

„Niemand hat ihn je so gesehen? Sie haben doch noch mehr Personal?“

„Oh – das Personal kannte ihn als Dienstmädchen.“

„Und sie haben ihn nicht erkannt?“ Das konnte ich mir nicht vorstellen.

„Nein. Durch das Korsett hatte er eine andere Figur. Nicht nur die
schmale Taille, und er war stolz auf seine besonders kleine Taille. Auch
stand er viel aufrechter, und die hohen Absätze ließen seine Beine nicht
mehr sehr männlich aussehen.“

„Aber sein Gesicht?“

„Er benutzte nicht nur Makeup, sondern auch professionelle Theater
Ausrüstung. Unter anderem klebte er sich etwas auf die Wangenknochen, um
sie prominenter erscheinen zu lassen. Alleine schon seine schmalen
Augenbrauen veränderten ihn sehr.“

„Deshalb glaubte er auch nicht an Gesichtserkennung“, stellte ich fest.
„Wie konnte er seine schmalen Augenbrauen im normalen Leben verbergen?“

„Er hatte kleine Haarteile, die aufgeklebt werden.“

Perücken für Augenbrauen? Was es nicht alles gibt.

Aber jetzt kam ich zu einem anderen Gedanken. Wenn niemand über das
Dienstmädchen wissen durfte, dann gab das nur eine Möglichkeit, um in
den Raum zu kommen…

Der Butler deutete meine Pause richtig. „Ja, wenn, dann können nur Sie
in das Zimmer kommen. Sie haben auch dir richtige Statur, wenn auch
etwas zu viel Gewicht.“

„Zu viel Gewicht?“ sagte ich fassungslos. Ich empfand mich als schlank,
hatte einen BMI mitten im guten Bereich.

„Sie werden so keines der Korsetts tragen können. Und probieren Sie es
besser nicht aus, die Korsettiermaschine schnürt sie erbarmungslos zu.“

Ahs, das war also das merkwürdige Gerät. „Aber – wie konnte er es
tragen?“

„Zuerst eine Diät, und dann eine Fettabsaugung.“

„Fettabsaugung?“ wiederholte ich unbewusst.

„Einer seiner guten Freunde hat eine Privatklinik. Dort wurde es
unauffällig gemacht.“

##

Ich lag mit ziemlichen Schmerzen im Bauch in einem Bett und wartete,
dass die Schwester endlich mit einem Schmerzmittel kommen würde.

Zwei Wochen waren vergangen. Zwei Wochen mit einer knallharten Diät.
Zwei Wochen, in denen ich dauernd daran denken musste, warum ich die
Diät machte. Öfters stand ich vor dem Korsett und ließ fassungslos meine
Hand darüber wandern. Ich tat das alles, um dort hineinzupassen. In ein
höchst feminines Teil. Nie wäre es mir sonst eingefallen, auch nur das
kleinste Stück weibliche Kleidung anzuziehen.

Erneut dachte ich an das Kostüm. Nachdem ich es so oft betrachtet hatte,
übte es eine gewisse Faszination aus. Eher eine ziemlich große
Faszination. Ich wollte es mir nicht zugeben, sagte mir, ich wollte es
nur hinter mich bringen. Aber tatsächlich fieberte ich dem Tag entgegen,
an dem ich es endlich tragen würde.

Das kam auch durch die Schuhe, die ich so fot wie möglich trug, um das
Gehen darin zu erlernen. Anfangs sah es schlimm aus, wie ich mit krummen
Knie dastand. Es dauerte einige Zeit, bis sich Muskeln und Sehnen
angepasst hatten. Und ich wollte nicht nur halbwegs gut laufen, sondern
mich sicher bewegen können. Schließlich war ich Detektiv, und ich konnte
mich nicht dadurch behindern lassen. Ich erinnerte mich nur ungern an
den Muskelkater der ersten Tage. Und die Krämpfe nachts von der
ungewohnten Beanspruchung.

Ohne Erfahrung hatte ich es natürlich zuerst übertrieben. Schließlich
konnte sich die halbe Menschheit in solchen Schuhen bewegen, und ich
nicht?

Ein Masseur brachte meine Beine wieder halbwegs in Schwung und
hinterließ eine weitere Rechnung. Dazu kamen die Kosten für einen
Privatkurs im Sich-Verwandeln am Theater. Und dabei musste ich noch froh
sein, überhaupt auf die Schnelle so einen Kurs bekommen zu haben.

Das war nur möglich mit der Hilfe meiner Klientin. Obwohl der Butler
überhaupt nicht davon begeistert war, weihte ich sie nach reiflicher
Überlegung ein. Anders konnte ich nicht weiterkommen, und sie hatte als
meine Auftraggeberin ein Recht auf diese Informationen.

Sie zeigte sich äußerlich ungerührt und zuckte auch nicht bei der
Kostenübernahme. So konnte ich den Rechnungen gelassen entgegen sehen.
Sie hatte nicht nur den Kurs vermittelt – als eine der großen Sponsoren
des Theaters konnte man ihr kaum das ablehnen – sondern auch den Grund
für mein Bauchweh.

Ich hatte gerade eine Fettabsaugung überstanden. Und das war bei Männern
deutlich schwieriger als bei Frauen. Der Arzt hatte mich gründlich
darüber aufgeklärt. Frauen hatten nicht nur eine weniger gut vernetzte
Hautstruktur – damit sich die Haut bei der Schwangerschaft besser dehnen
kann – sondern auch Unterhautfettgewebe, das quasi wie eine Trennschicht
wirkte. So konnte man die Haut leicht abheben.

Bei Männern war es nur durch neueste Technik möglich. Statt wie bei
Frauen einen Stab zur Absaugung zu benutzen, der unter der Haut hin- und
herbewegt wurde, war es bei Männern eine Art Kamm. Jedenfalls sah es so
aus. Tatsächlich waren es viele hohle Nadeln nebeneinander.

Von der Operation wusste ich natürlich nichts, außer meinen
Bauchschmerzen ein paar Stunden später. Für so ein bischen Absaugen
schmerzte es verblüffend stark. Jetzt kam tatsächlich die Schwester. Ihr
Kittel konnte ihre natürlich kleine Taille nicht verbergen. Ich war
neidisch. Moment mal, was hatte ich da für Gedanken? Ich konnte doch
nicht neidisch sein auf eine feminin kleine Taille! Ich war ein Mann!
Und einer, der stolz darauf war.

Sie bemerkte meinen Blick. Frauen haben in solchen Dingen eine spezielle
Wahrnehmung. „Neidisch?“ sagte sie mit einem Blick an sich herunter.
Vermutlich dachte sie, ich wünschte mir diese Taille, wäre ein
Transsexueller. „Seien Sie beruhigt: Ihre ist nicht mehr viel größer.
Die Absaugung ging besser als geplant. Damit sie allerdings wohlgeformt
wird, müssen sie unbedingt dauernd ein spezielles medizinisches Korsett
tragen.“

Das hatte mir vorher niemand gesagt! „Und wie lange?“ fragte ich,
nachdem ich die neue Information verdaut hatte.

„Wie meinen Sie das? Wie lange täglich? Die nächsten Wochen sicherlich
rund um die Uhr. Und danach Nachts noch sehr viel länger. Hängt von der
Heilung ab, und wie klein die Taille werden soll. Einige Monate
vielleicht.“

Einige Monate! Auf was hatte ich mich da eingelassen? „Was meinen Sie
damit, wie klein meine Taille werden soll? Die Fettabsaugung ist doch
schon gemacht worden.“

„Ja, aber das Korsett bestimmt, wie anderes Gewebe verteilt wird. Und
ein ganz klein bisschen Fett ist da immer noch, die Absaugung ist nicht
hundertprozentig.“

„Aha.“ Nun hatte ich etwas, über das ich nachdenken konnte. Und Lesen.
Nachdem ich mein Schmerzmittel erhalten hatte, bekam ich eine Broschüre,
in der erklärt wurde, wie ich mich die nächste Zeit zu verhalten hätte.

Eines der Dinge, die ich dort lernte, war, dass die Fettzellen an meinem
Bauch nie wieder kommen würden. Einmal weg, immer weg. Nie einen
Bierbauch. Aber das war nur bedingt eine gute Nachricht. Würde ich
zunehmen, würde das Fett sich an anderen Stellen ablagern. Und das würde
mir kaum Gefallen.

Am nächsten Morgen kam nach dem Arzt, der alles gut fand, die Schwester.
Sie betrachtete meinen wie ein Nadelkissen aussehenden Bauch. „Das sieht
ja sehr gut aus.“

Fand ich nicht.

„Es ist gut verheilt in den letzten 24 Stunden. Alle Wunden sind zu. Wir
brauchen nur noch einen dünnen Verband. So können sie auch schon ihr
Korsett tragen, wenn auch noch nicht so eng geschnürt. Für welches haben
Sie sich entschieden?“

Ich deutete auf das entsprechende Modell in der Broschüre.

„Oh, Sie wollen eine wirklich kleine Taille? Das ist mutig.“

Mutig, dachte ich? Wohl kaum. Bittere Notwendigkeit, sonst würde ich in
das andere Korsett nicht passen. Das war wirklich schmal.

Nachdem sie es geholt hatte, begann sie es mir anzulegen.

Ich schaute etwas verwirrt. „Da sind ja gar keine Schnüre?“

„Das wäre ja auch unpraktisch, oder? Wie wollten Sie es sich denn
alleine anlegen?“

Ich zuckte nur die Schultern. „Ich habe keine Erfahrung mit Korsetts.“

„Wollen Sie dann nicht vielleicht doch ein anderes nehmen?“

„Ist das denn schon das Endgültige? Der Bauch ist doch noch
geschwollen.“

„Nein, natürlich nicht. Das Endgültige bekommen Sie in ein paar Tagen,
wenn die Wunden gut verheilt sind und nichts mehr geschwollen ist.“

Nun lag das Korsett aus einem leicht flexiblen Plastikmaterial um mich.
Es war deutlich nicht für sexuelle Dinge gedacht, denn es war
ausgesprochen hässlich.

„Sehen sie hier, diese gezahnten Plastikstreifen gehen in diese Löcher.
Das kennen Sie vielleicht von Skistiefeln. Und hier ist der Hebel, mit
dem Sie es spannen können. Machen Sie es am Besten selbst.“

Ich führte die restlichen Streifen ein, die sie noch nicht gemacht
hatte. Dann bewegte ich den Hebel, der sonst flach auf dem Korsett lag.
Es verengte sich augenblicklich. „Und wie eng?“

„Es darf keinesfalls schmerzen. Heute sollten sie es eher locker lassen,
morgen dann enger. Sie sollen sich fest umschlossen fühlen, aber nicht
eingeengt.“

Ich zog alle Verschlüsse zwei Rasten nach, dann fand ich, es war genug.

„Sehr gut“, lobt sie.

„Warum überhaupt ein Korsett, wenn es nur locker sitzt?“

„Die Fettabsaugung kann nie hundertprozentig gleichmäßig sein. Mit dem
Korsett wird das übrig gebliebene Fett gleichmäßig verteilt. Es ist mehr
ein optischer Effekt als medizinisch notwendig, da würde ein fester
Verband reichen. Aber die ganze OP ist ja ohnehin nur aus optischen
Gründen.“

„Und das muss direkt nach der OP sein? Ich meine, das ist doch noch
alles geschwollen.“

„Ja. Je früher, umso besser ist das Ergebnis. Sie sollten auch das
Korsett öfters nachspannen, das es immer so stramm wie möglich sitzt.
Anfangs nimmt die Schwellung recht schnell ab. Je fester, umso besser
das Ergebnis. Aber übertreiben Sie es nicht: Zu viel schadet nur. Es
darf nicht weh tun, zu keiner Zeit. Wenn es ihnen unklar ist, dann
kommen Sie lieber hierher und lassen sich beraten. Alles klar?“

Ich nickte.

„Gut, dann können Sie sich anziehen und nach Hause gehen. Wir sehen uns
in zwei Tagen wieder.“

Erstaunt sah ich Sie an. Dass mein Aufenthalt so kurz sein würde, hätte
ich nicht gedacht.

Kurz darauf saß ich in meinem Auto. Ich dachte, das Einsteigen wäre ein
Problem, aber es ging erstaunlich gut. Nur die Sitzlehne musste ich
verstellen, da ich jetzt wesentlich aufrechter saß. Was meinen
Orthopäden sicherlich begeistert hätte.

Auf der Fahrt hatte ich etwas Zeit nachzudenken. Ich war überhaupt nicht
begeistert über das, was ich erst nach der OP erfahren hatte. Ich glaube
kaum, dass ich mich mit der Aussicht, monatelang ein Korsett tragen zu
müssen, auf die Sache eingelassen hätte. Und die Spätwirkungen konnten
auch noch problematisch werden. Wo würde das Fett hingehen, wenn ich
irgendwann einmal zunehmen würde?

Aber ich konnte dem Arzt kaum einen Vorwurf machen. Ich hatte auf das
ganze übliche Prozedere verzichtet, nur das es möglichst schnell ging.
Ich hatte viele Formulare unterschrieben, unter anderem, das ich kein
Beratungsgespräch wünschte. Keine gute Idee, fand ich jetzt.

Zuhause zog ich als Erstes den Trainingsanzug aus, den ich wie gefordert
für die OP angezogen hatte. Zum ersten Mal stand ich vor einem Spiegel.
Meine erste Reaktion war großes Erschrecken. Meine Figur hatte sich sehr
verändert. Ich glaube nicht, dass ich mich jemals wieder in ein
Schwimmbad trauen würde. Verdammt blöde Idee, nur um an ein paar
Informationen zu kommen! Und ich wusste nicht einmal, ob ich überhaupt
etwas in dem gesicherten Raum finden würde. Aber andererseits – ich
hatte schon jetzt viel Geld verdient.

Ich wusste nun auch, warum ich einen Trainingsanzug tragen sollte. Der
Gummibund sorgte dafür, dass mir die Hose überhaupt noch passte. Meine
normale Jeans dürfte sich kaum noch halten. Das fand ich interessant
genug, um es gleich auszuprobieren.

Die Hose schlackerte nur so um mich, als ob sie für jemanden ganz
anderen wäre. Der Bund war weit über zehn Zentimeter zu groß. So
dramatisch hatte ich mir die Auswirkungen nicht vorgestellt. Selbst mein
einziger Gürtel hatte keine Löcher an der passenden Stelle. Ich musste
erst ein Loch stechen.

Dann blieb die Hose zwar oben, aber der zusammengekrumpelte Bund sah
nicht gerade schön aus. Als hätte ich sie aus dem Altkleidercontainer.
Ich würde neue Hosen brauchen.

War nicht zu viel gemacht worden? Hätte es nicht viel weniger getan? Ich
holte das Korsett aus der Kiste. Im Vergleich zu meinem war das Sex pur.
Es war wirklich wunderschön, ich hatte es bis jetzt noch nicht so
gesehen.

Dann hielt ich es vor mir. Oh, das war klein! Meine reduzierte Taille
war ja noch VIEL zu groß!

Ich wurde wankelmütig. Sollte ich wirklich meine Taille so klein machen?
Der Gedanke begeisterte mich nicht gerade. Eher genau im Gegenteil. Wie
sollte ich so in Zukunft leben?

Ich nahm mir ein Bier und setzte mich vor den Fernseher, um auf andere
Gedanken zu kommen. Nach einiger Zeit beruhigte ich mich. Ich würde zwar
eine schmale Taille haben, aber richtig klein würde sie nur mit einem
Korsett sein. Und das würde ich nur so lange tragen, wie es nötig war.

Trotzdem, ich würde neue Hosen brauchen. Vielleicht mochten ja die
Frauen meinen neuen Look?

##

Nachmittags kam der Paketdienst. Darauf hatte ich dringend gewartet. Es
waren die bestellten Hochglanz-Magazine, die es beim
Zeitschriftenhändler um die Ecke nicht gab. Selbst in Sexshop hielt sich
das Angebot in Grenzen.

Ich hatte wieder den Trainingsanzug an, denn kaum etwas anderes passte.
Der Bote sah mich kaum an, meine Taille schien nur mir ungewöhnlich zu
sein. Nun ja, vielleicht würde ich mich einfach daran gewöhnen müssen.

Dann machte ich mich an das Studium der Magazine. Ich wollte ein
Verständnis für die Szene bekommen. Manche Dinge fand ich sehr schön,
wie etwa Frauen in hautengem Latex. Anderes abstoßend, wie etwa sehr
schmerzvoll aussehendes Bondage.

Mein Interesse galt jedoch einem Magazin, das auf der Titelseite einen
Mann in deinem Dienstmädchenkostüm zeigte.

Völlig ohne jedes Vorwissen lernte ich nun, dass es nicht ums Putzen
ging, sondern um Unterwerfung und Dominanz in vielfältigen Spielarten.

Auch nach einigen Stunden Studium war ich nicht viel weiter. Ja, ich
hatte nun eine gute Vorstellung davon, um was es ging. Aber das half mir
nicht wirklich weiter. Die Geschmäcker waren unendlich verschieden. Es
gab jene, denen es nur um die Erniedrigung ging und die sich kaum um ihr
Aussehen scherten, und andere, für die die Kleider das Wichtigste waren.

Meine Zielperson schien eher zu der zweiten Kategorie zu gehören. Die
Sachen in den Kartons waren besser als alles, was in den Magazinen war.

Trotzdem, eines stand für mich fest: Ich würde ihn entweder bei einer
Domina finden, oder bei einer Frau, die einfach dominant war und so
seine Wünsche erfüllte. Ich fragte mich nur, warum er seine tollen
Uniformen nicht mitgenommen hatte, die sicher sehr, sehr teuer gewesen
waren. Ich konnte kaum manche der Preise in den Anzeigen der Magazine
glauben.

##

Zwei Tage später war ich wieder in der Klinik. Mein Korsett hatte ich
zwischenzeitlich schon deutlich enger gestellt. Ich hatte mich schon gut
daran gewöhnt und nahm es nur noch selten als störend wahr.

Der Verband kam ab, und der Arzt war zufrieden. Alles bestens verheilt,
die Schwellung schon weit zurück gegangen. Heute würde ich endlich
wieder duschen können.

Merkwürdig erschienen mir zwei dicke Pflaster in den Achseln und dem
Bauchnabel. Ich fragte die Schwester.

Sie schaute mich an, als ob ich nicht alle Tassen im Schrank hätte. Dann
belehrte sie mich mit einer Stimme, die man für ganz kleine Kinder oder
geistig verwirrte Personen benutzt: „Das ist natürlich für das Endoskop
nötig. Wie sonst hätte man die unteren Rippen verkürzen können?“

Ich schaute jetzt sicherlich so, wie es ihrer Stimme entsprach.

Ganz langsam erklärte sie: „Ohne die Verkürzung der Rippen sähe eine
sehr schmale Taille höchst unnatürlich aus, es würde nicht zum
Oberkörper passen. Unsere Klinik liefert die besten Ergebnisse,
weltweit. Denn wir entfernen nicht die unterste Rippe, wie es oft
gemacht wurde. Das ist aus vielen Gründen problematisch, sogar
gefährlich. Wir trennen die Rippe auf, nehmen ein Stück heraus, und
verbinden sie wieder mit einem Dübel. Ist sofort belastbar. Wir sind
eine der wenigen Klinke, die das per Endoskop machen. Eine perfekte
Taille ohne Narben.“

Ich hätte diese Formulare nicht einfach so unterschreiben sollen. Wer
hatte das in Auftrag gegeben? Ich hörte jetzt jedenfalls zum ersten Mal
davon.

Jedenfalls war die Operation perfekt ausgeführt worden, ich hatte nicht
einmal Schwierigkeiten mit meinen Rippen gehabt. Ohne die Pflaster hätte
ich am Ende nie etwas davon erfahren, mich nur gewundert, warum meine
Taille so wohlgeformt war.

Wohlgeformt für eine Frau. Das wurde mir erst jetzt in aller
Deutlichkeit klar. Ein nicht kleiner Teil meines Körpers war dem einer
Frau angepasst worden. Mir wurde fast schwindlig. DAS hatte ich
sicherlich nicht gewollt.

Ich hatte nicht gemerkt, dass die Schwester weggegangen war. Nun kam sie
mit einem Korsett zurück.

„Ist das das Endgültige?“

Sie nickte, anscheinend davon angetan, dass ich nicht völlig verblödet
war. Dan legte sie es mir an. Oha, das war selbst in der weitesten
Stellung schon sehr eng. „Zu eng?“ fragte sie.

„Nein, das ist OK“, log ich. Ich musste in ein deutlich Kleineres
passen, und das so schnell wie möglich. Schon viel zu viel Zeit war
vergangen.

„Bei so einem Korsett würde ich Ihnen zu zusätzlicher Medikation raten“,
sagte sie. „Oder nehmen Sie schon etwas?“

„Nein, ich nehme keinerlei Medikamente.“

„Wir sind mit den Üblichen auch nicht zufrieden, zumal da die Diskussion
um gesundheitliche Nebenwirkungen solcher Präparate durch die Presse
geht.“

Ich dachte an die unsägliche Werbung für Abnehm-Pillen und nickte. Ich
wusste nicht, dass sie von etwas anderem redete.

„Wir haben eine eigene Mischung gemacht. Es besteht aus zugelassenen
Inhaltstoffen, ist aber in dieser Mischung nicht zugelassen. Interesse?“

„Erzählen Sie mir mehr.“

„Botenstoffe wirken oft nicht so, wie sie sollen, weil die Zellen sie
nicht aufnehmen, weil einfach zu viel da ist. Der Fachbegriff ist
Rezeptor Down Regulation. Deshalb haben wir statt einem oder weniger
Inhaltsstoffe einen breiten Cocktail möglichst niedrig dosierter Stoffe
benutzt, die sich perfekt ergänzen. Kaum Nebenwirkungen, aber wirken
Wunder auf die Fettverteilung in ihrem Körper. Garantiert ein wesentlich
besseres Ergebnis als nur mit der Absaugung.“

„Das hört sich interessant an. Muss ich dann laufend Pillen nehmen?“ Sie
merkte an meinem Tonfall, dass ich das überhaupt nicht mochte.

„Wir haben eine Alternative. Eine einmalige Injektion mit einem Depot,
das im Laufe der nächsten Monate gleichmäßig seine Stoffe abgibt.“

„Eine einzige Spritze?“

Sie nickte.

Sie hatte mir aber nicht erzählt, was für eine riesige Spritze das sein
würde. Trotz einer Betäubung vorher piekste es nicht gerade nur ein
bisschen.

Aber das war nicht das Einzige, was sie mir nicht erzählt hatte, wie ich
erst viel später erfuhr.

##

Zuhause machte ich das Korsett eine Stufe kleiner. Das war nicht mehr
angenehm! Aber da musste ich durch. Spätestens in einer Woche wollte ich
das andere tragen können. Ob das gesund war, darüber machte ich mir
keine großen Sorgen. Ich musste das enge Korsett genau einmal tragen,
dann konnte ich meines wieder tragen und es weiter stellen.

Ich musste mir gestehen, dass ich so etwas wie Bewunderung für den Mann
empfand. In seinem Alter noch so etwas machen, das war irre. Wie lange
hatte er gebraucht, um das Korsett tragen zu können?

Zwei Tage später stand ich zum ersten Mal wieder nackt vor dem Spiegel.
Ohne Korsett fühlte ich mich merkwürdig. Die feste Umschlossenheit
fehlte. Und das war keine positive Empfindung, wie es ist, wenn man
einen zu engen Schuh auszieht.

An der Operation konnte man nicht meckern. Ich hatte eine perfekt
wohlgeformte Taille. Nur sehr wenige Frauen hatten das, vor allem in
Kombination mit dem absolut flachen Bauch. Die Operationsfolgen begannen
zu verschwinden. In ein paar Tagen würden nur noch Verfärbungen daran
erinnern, und dann überhaupt nichts mehr.

Ich duschte und freute mich darauf, mein Korsett wieder zu tragen. Das
hätte mir jemand vor kurzem erzählen sollen! Die Freude endete
allerdings, als ich es erneut eine Stufe enger stellte.

##

Ich rief bei meiner Klientin an. Nach der Begrüßung sagte ich, „Ich bin
bald soweit. In wenigen Tagen kann ich das Korsett tragen. Ich würde
gerne mit ihnen besprechen, wann ich zu ihnen kommen kann. Kann ich mich
bei Ihnen umziehen?“

„Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.“

„Warum?“ fragte ich völlig verständnislos.

„Das einfache Personal wechselt bei uns recht häufig, das ist heutzutage
leider normal. Ich habe eines der Mädchen dabei erwischt, dass sie
spioniert hat.“

„Wollte sie nicht einfach nur etwas stehlen?“

„Nein. Sie hat sich bei anderen Angestellten nach meinem Vater
erkundigt. Und sie war mehrfach in seinen Räumen, obwohl sie da nichts
zu suchen hatte. Ihre Ausreden klangen nicht glaubwürdig. Ich wollte sie
heute schon feuern.“

„Aber sie haben nicht?“

„Nein. Vielleicht ist sie die Spur zu meinem Vater. Ich habe mich mit
den Möglichkeiten beschäftigt. Können Sie zu mir kommen, sofort?“

Ich hatte gerade heute meine erste Zahlung von ihr bekommen. Eine nicht
gerade kleine Summe, die mich aller unmittelbarer Sorgen enthob. Ich
wäre notfalls zu ihr gejoggt.

Wenig später saß ich ihr gegenüber. Missbilligend sah sie auf meinen
Jogginganzug.

„Mir passen meine Sachen leider nicht mehr“, entschuldigte ich mich.

„Und warum kaufen Sie sich nichts Neues?“

„Mein Größe ändert sich täglich. Ich wollte abwarten, bis sich meine
endgültige Größe herauskristallisiert.“

„Gut, ich verstehe. Ich habe eine Idee, wie wir an Informationen von dem
Mädchen kommen können. Tragen Sie jetzt ein Korsett?“

„Ja, rund um die Uhr. Ein spezielles medizinisches Korsett.“

„Aha. Könnten Sie es kurz ausziehen?“

„Ich verstehe nicht?“

„Ich möchte sehen, wie sie aussehen. Schließlich habe ich es bezahlt.“

Da hatte sie wohl recht. Ich nickte.

„Gut. Gehen Sie nach nebenan, dort habe ich ein Trikot bereitlegen
lassen. Ziehen Sie sich bitte um.“

Wortlos ging ich nach nebenan. Dort lag ein dünner Overall aus Lycra,
wie etwa Eisläufer ihn tragen. Ich zog meinen Trainingsanzug aus, und
dann das Korsett. Wieder befiel mich dieses merkwürdige Gefühl, das
etwas von mir fehlte.

Ich wollte schon den Anzug anziehen, da sah ich einen Slip obenauf
liegen. Er war aus einem festen, aber trotzdem elastischen Material. Ich
brauchte nur wenige Momente, um zu begreifen, wozu das diente. Das sehr
elatische Material des Anzuges hätte meine Genitalien zu deutlich
gezeigt. Ich zog meine Unterhose aus und den Slip an, wobei ich den
Penis zwischen die Beine nahm. Tatsächlich war nun nichts mehr von ihm
zu sehen, aber der Slip war nicht gerade bequem.

Der Anzug war schnell angezogen, der Reißverschluss auf der Brust bequem
zu schließen. Völlig von hautengen leuchtend blauen Lycra umhüllt kehrte
ich zu ihr zurück.

„Bitte stellen Sie sich dahin.“ Sie wies in die Mitte des Raumes. Nach
einiger Zeit, in der sie mich intensiv studierte, sagte sie, „Bitte
drehen Sie sich um neunzig Grad.“ Ich folgte ihrer Aufforderung.

Nach einigen Minuten, in denen ich mich noch mehrmals drehen musste,
wurde ich allmählich ungeduldig.

Endlich sagte sie, „Ich denke, es könnte gehen.“

„Was könnte gehen?“

„Lassen Sie mich zuerst zusammenfassen, was ich sehe. Einen
durchschnittlich großen Mann mit fast zu wenig Gewicht. Vor allem die
Muskeln sind eher unterdurchschnittlich.“

„Ich habe eine krasse Diät hinter mir. Dabei werden leider zuerst die
Muskeln abgebaut.“

„Mir sind dir Ursachen klar. Und ich habe Sie auch